Neuer Master-Studiengang Semiotik und Multimodale Kommunikation

Soumis par (non vérifié) le jeu 06/09/2018 - 11:00

An der Technischen Universität Chemnitz startet zum Wintersemester 2018/19 der Masterstudiengang Semiotik und Multimodale Kommunikation. Er wurde in enger Zusammenarbeit des Instituts für Germanistik und Kommunikation mit dem Institut für Medienforschung konzipiert und verbindet Forschung und Praxis. In einem Verständnis von Semiotik als Metawissenschaft steht der konsekutive Master (nach einem örtlichen Auswahlverfahren) allen Fächergruppen offen. Der Bewerbungsschluss ist der 15. Juli.

Der neue Studiengang kombiniert unter dem Dach der Semiotik Ansätze der Linguistik, Medien- und Literaturwissenschaft und führt genauso in das geisteswissenschaftliche Denken wie auch in empirische Forschungsmethoden ein. Er vermittelt, wie man das Zusammenwirken von Rede und Geste und Texten und Bildern theoretisch erfasst, aber auch, mit welchen Methoden und Techniken Kommunikation aus multimodaler Perspektive erforscht werden kann. Darüber hinaus ist der Studiengang mit weiteren Studiengängen und Angeboten verbunden, wie etwa dem Virtual Environments Learning Lab (VELL Lab).

Da komplexe Kommunikationsprozesse besondere Herausforderungen für die empirische Analyse darstellen, bedürfen sie innovativer Forschungsmethoden. Deswegen ist ein dreisemestriges Basismodul Digital Humanities in den Studiengang integriert. Dieses führt nicht nur in aktuelle Themen wie Digitale Editionen und Visualisierungstechniken ein, sondern bietet in Verbindung mit dem VELL Lab der Philosophischen Fakultät den Studierenden ebenso die einzigartige Möglichkeit, simulierte Realitäten zu erfahren, mit Cyberbrillen zu arbeiten und neue computergestützte Forschungsmethoden wie Eyetracking kennenzulernen.

Zwei Studienschwerpunkte ermöglichen den Studierenden eine eigene Profilbildung. Im Schwerpunkt Kultursemiotik steht die Verwendung von Zeichen in Kulturen und die Frage von Kulturen als Zeichensystem im Fokus. Menschen sprechen und gestikulieren unterschiedlich und verfügen über verschiedene Bildtraditionen. Diese (inter-)kulturellen Zusammenhänge werden u.a. aus sprach-, literatur- und medienwissenschaftlicher Perspektive betrachtet. Alternativ wählbar ist der Schwerpunkt Kognitive Semiotik, in dem Zeichenprozesse als kognitive Vorgänge erfasst werden. Hier geht es u.a. um redebegleitende Gesten als Indikatoren für innere Vorstellungen, die Rezeption von Bildern und Filmen oder die Erforschung von Mediennutzungsverhalten. Diese Aspekte werden aus sprach-, kognitions- und medienwissenschaftlicher Perspektive sowie mit qualitativen und quantitativen Untersuchungsmethoden betrachtet.

• Weitere Informationen: https://www.tu-chemnitz.de/phil/ifgk/germanistik/studium.php#ma3
• Flyer zum Studiengang: https://www.tu-chemnitz.de/studentenservice/zsb/studiengaenge/flyer/semiotik_master.pdf
• Institut für Germanistik und Kommunikation: https://www.tu-chemnitz.de/phil/ifgk/
• Institut für Medienforschung: https://www.tu-chemnitz.de/phil/imf/

 

Organizer

Organizer• Institut für Germanistik und Kommunikation, TU Chemnitz: https://www.tu-chemnitz.de/phil/ifgk/
• Institut für Medienforschung, TU Chemnitz: https://www.tu-chemnitz.de/phil/imf/

Contact personDr. Martin Siefkes

emailmartin.siefkes(at)phil.tu-chemnitz.de

telephone+49 371 531-31492

AddressTechnische Universität Chemnitz
Institut für Germanistik und Kommunikation
Philosophische Fakultät
Straße der Nationen 62
D-09111 Chemnitz

Website: www.siefkes.de