Sektion: Interdisziplinäre Diskursforschung: Theorie, Methodologie, Forschungspraxis

Sektion: Interdisziplinäre Diskursforschung: Theorie, Methodologie, Forschungspraxis

Konferenz: Sprach(en)forschung: Disziplinen und Interdisziplinarität

Warschau, 30.05.2019 – 01.06.2019

Magdalena Nowicka-Franczak (Universität Łódź)
Łukasz Kumięga (Schlesische Technische Universität)

Die Mehrdeutigkeit und Mehrdimensionalität der Kategorie „Diskurs“ - verstanden sowohl als Menge von Sprachpraktiken als auch als Machtinstrument - lädt zu Reflexion über den interdisziplinären Charakter jener Forschung ein, die sprachliche, mediale, soziale, politische und kulturelle Phänomene in den Mittelpunkt ihres Interesses stellt. Trotz der Konjunktur von Interdisziplinarität im Bereich der Forschung zur sozialen Kommunikation ist seit langem eine Tendenz zu spüren, theoretische und methodologische Aspekte der Kategorie „Diskurs“ auf monodisziplinäre Überlegungen - zum Beispiel allein auf Linguistik oder ausschließlich auf Soziologie - zurückzuführen bzw. zu reduzieren. Im Rahmen dieser Sektion möchten wir – uns auf das Tagungsmotto beziehend - Fragen bezüglich der Bedingungen und Praktiken der interdisziplinären Diskursforschung stellen, aber auch nach dem Mehrwert, der sich aus einem engeren disziplinären Verständnis von Diskurs ergibt. Wir sind an Beiträgen zu den folgenden Aspekten interessiert:

Theorie:
• Verständnis von „Diskurs“ in verschiedenen Wissensdisziplinen und Möglichkeiten eines metatheoretischen Dialogs
• Verbindung mehrerer Diskurstheorien in einem Forschungsprojekt
• Anpassung der im Westen entwickelten Diskurskonzepte an die Spezifik der Diskurse in Polen und in anderen mittel- und osteuropäischen Ländern

Methodologie:
• Dialog und Konkurrenz verschiedener Schulen der Diskursanalyse
• Erkenntnisprobleme und Erkenntnisgewinne der Diskursforschung, die aus der Verbindung verschiedener Methoden und Disziplinen resultieren

Forschungspraxis
• Interdisziplinäre Diskurswerkstatt
• Reflexion der oben genannten Aspekte auf der Grundlage empirischer Studien aus den Bereichen Bildung, Politik, Migration, Medien, Literatur oder Populärkultur
Sektionssprachen: Deutsch und Polnisch

Einreichung von Referatsvorschlägen: bis zum 31.03.2019.
Kontakt: Lukasz.Kumiega@polsl.pl, m.nowicka_franczak@uni.lodz.pl